Veranstaltungen 2018

23. Juni 2018, 15 Uhr

„Ede und Unku – die wahre Geschichte“

musikalisch-literarische Buchvorstellung mit Juliane von Wedemeyer und Janko Lauenberger

Links: Cover des 1931 im Malik-Verlag erschienen Buches.  Rechts: Cover des 2018 im Gütersloher Verlagshaus erschienen Buches.

Links: Cover des 1931 im Malik-Verlag erschienen Buches.
Rechts: Cover des 2018 im Gütersloher Verlagshaus erschienen Buches.

Ede und Unku sind zwei Kinder, die die Hauptrollen in einem Jugendroman aus den 30er-Jahren spielen. Mehr als fünf Millionen Menschen haben sich mit der Erzählung über die Freundschaft zwischen dem Arbeiterjungen Ede und dem Sintimädchen Unku auseinandergesetzt: Viele Jahrzehnte gehörte das Buch in der ehemaligen DDR zur Schullektüre. Doch kaum jemand weiß, was aus Unku, dem kleinen »Zigeunermädchen«, geworden ist oder kennt ihre wahre Geschichte.

Janko Lauenberger, bekannt als Musiker in der Berliner Jazz-Szene, ist der Urgroßcousin Unkus. Ihm ist es eine Herzensangelegenheit, gemeinsam mit der Journalistin Juliane von Wedemeyer, die Spuren seiner großen Sinti-Familie zu erforschen, die in der Zeit von 1918 bis 1945 Schreckliches durchleben musste.  Im Spiegel der Erlebnisse seiner Vorfahrin reflektiert Lauenberger seine eigene Kindheit als Sinto in der DDR und zeichnet ein außergewöhnliches Familienportrait, das den rund 150.000 Sinti und Roma in Deutschland – dem scheinbar vergessenen Volk Europas –  ein Gesicht gibt.

Die Erstausgabe 1931 erschien im MALIK-VERLAG. Der Schutzumschlag wurde dort von John Heartfield gestaltet.

JANKO LAUENBERGER

JANKO LAUENBERGER

JANKO LAUENBERGER, geboren 1976, arbeitet als Jazz-Musiker in Berlin. Ausgebildet hat ihn sein Vater, Gründer der DDR-Kultband »Sinti Swing Berlin«. Seit seinem 16. Lebensjahr spielt Lauenberger in der Band mit, widmet sich aber auch eigenen musikalischen Projekten.

JULIANE VON WEDEMEYER

JULIANE VON WEDEMEYER

 

 

 

JULIANE VON WEDEMEYER, geboren 1975, ist freie Autorin und arbeitet heute vor allem für die SZ. Ihre ersten Reportagen und Porträts schrieb sie für den Berliner Tagesspiegel. In der Nähe Berlins ist sie auch aufgewachsen.

 

 

 

 

 

 

28. Juni 2018, 20 Uhr , Ort: Akademie der Künste, Pariser Platz, Plenarsaal

Heartfield Online. Das grafische Werk

John Heartfield, "Benütze Foto als Waffe!", 1929, Fotomontage, Inv.-Nr: JH 430 Akademie der Künste, Berlin © The Heartfield Community of Heirs / VG Bild-Kunst, Bonn 2018

John Heartfield, “Benütze Foto als Waffe!”, 1929, Fotomontage, Inv.-Nr: JH 430
Akademie der Künste, Berlin © The Heartfield Community of Heirs / VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Präsentation

John Heartfield beherrschte die Kunst der Propaganda durch künstlerische Manipulation von Bildmaterial: Seine analoge Methode der Fotomontage wirkt im Zeitalter von „fake news” und Photoshop erstaunlich aktuell. In einem Online-Katalog wird erstmals sein gesamtes grafisches Werk vorgestellt. Astrid Frohloff moderiert eine Diskussion mit Klaus Staeck, Sebastian Turner und Annette Vowinckel, die Einblicke in ihre persönliche Beschäftigung mit Heartfield geben und sich über dessen Nachwirken im politisch-künstlerischen Diskurs austauschen.

Präsentation und Podiumsdiskussion mit Klaus Staeck, Sebastian Turner, Annette Vowinckel
Moderation: Astrid Frohloff
In deutscher Sprache

Kartenreservierung
€ 6/4
Tel.: (030) 200 57-1000 E-Mail:      ticket@adk.de

Weitere Informationen                www.adk.de/heartfield

 

25. August 2018, 15 Uhr

„Weggefährte John Heartfields – Stefan Heym“

Buchcover, Erstausgabe 1988, In diesem Buch hat sich Stefan Heym auch an seine Begegnungen mit John Heartfield erinnert.

Buchcover.  In diesem Buch hat sich Stefan Heym an Begegnungen mit John Heartfield erinnert.

Stefan Heym, der weltbekannte Schriftsteller, war ein enger Weggefährte von John Heartfield. Als international renommierter Autor setzte er sich nach dem Krieg sehr für John Heartfield ein, nachdem dieser aus dem englischen Exil in die DDR gekommen war. Als jüdische Flüchtlinge und aktive Gegner der Nationalsozialisten verbrachten sie eine gemeinsame Zeit in Prag, bevor Heym in die USA ging, während es Heartfield nach London verschlug. Heym half als Offizier der amerikanischen Armee bei der Befreiung Deutschlands und Heartfield kämpfte von England aus gegen den Faschismus. Nach dem Krieg setzten sie sich für ein besseres Deutschland ein, jeder auf seine Weise und mit den Mitteln seiner Kunst; Heym als Schriftsteller, Heartfield als Fotomonteur.

Ruth Hohmann begleitet von Lukas Natschinski, Foto©Felix Natschinski

Ruth Hohmann begleitet von Lukas Natschinski,
Foto©Felix Natschinski

Stefan Heym liebte Jazz-Musik, die er in seiner Zeit in den USA und als amerikanischer Soldat gut kennen gelernt hatte. Die Entwicklung der Jazzmusik in der DDR ist ohne Ruth Hohmann nicht denkbar. Es ist deshalb besonders ergreifend, dass die Grand Dame des DDR Jazz sich bereit erklärt hat, auf einer Veranstaltung, die John Heartfield und Stefan Heym ehrt, zu singen. Sie wird dabei von dem Musiker Lukas Natschinski begleitet.

Die Schauspielerin  Gabriele Gysi, Foto©Gabriele Gysi

Die Schauspielerin Gabriele Gysi, Foto©privat

Gabriele Gysi, die Schauspielerin und Dramaturgin, wird die Texte Heyms vortragen. Sie kannte den Schriftsteller,, dem sie sich, auch durch ihre Familiengeschichte vermittelt, künstlerisch und politisch verbunden fühlt.

Konzept und Moderation: Eva Maleck-Lewy

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Veranstaltungen werden unterstützt durch die Stiftung der Sparkasse Märkisch-Oderland und durch die Bundestagsfraktion der Linken.

Foerderung

 

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