Veranstaltungen 2018

26. Mai 2018, 15 Uhr

Böffel und Mött – Mitarbeiter im Grosz-Heartfield Concern

Buchpräsentation, Lesung, Musik

Buchcover: GEORGE GROSZ. SEIN LEBEN, Lothar Fischer, Helen Adkins, Berlin: Hendrik Bäßler Verlag 2017, 216 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen, ISBN 978-3-945880-15-9, 18 Euro

Buchcover: GEORGE GROSZ. SEIN LEBEN, Lothar Fischer, Helen Adkins, Berlin: Hendrik Bäßler Verlag 2017, 216 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen, ISBN 978-3-945880-15-9, 18 Euro

Begrüßung: Michael Krejsa, Leiter Archiv Bildende Kunst der AdK
Bildervortrag: Die Kunsthistorikerin Helen Adkins stellt George Grosz vor
Die Schauspielerin Ana Fonell liest aus der Korrespondenz zwischen George Grosz und John Heartfield und singt Dada-Lieder

Dada Messe, Berlin 1920. „George Grosz und John Heartfield demonstrieren gegen die Kunst zugunsten ihrer tatlinistischen Theorien“ (Aus: Richard Huelsenbeck, Dada-Almanach, Berlin 1920). AdK, Berlin, Nachlassbibliothek George Grosz, Nr. 30

Dada Messe, Berlin 1920. „George Grosz und John Heartfield demonstrieren gegen die Kunst zugunsten ihrer tatlinistischen Theorien“ (Aus: Richard Huelsenbeck, Dada-Almanach, Berlin 1920). AdK, Berlin, Nachlassbibliothek George Grosz, Nr. 30

Die Monografie „George Grosz. Sein Leben“, geschrieben von Helen Adkins und Lothar Fischer, schildert den bewegten Lebensweg dieses rigorosen Menschenbeobachters. Wie viele Warner vor Profitsucht, Missachtung der Menschenwürde und rücksichtslosem Machtstreben gibt es, die heute, genauso wie zu Grosz’ Zeiten, kaum gehört werden? Die Aktualität seiner Kunst lässt Grosz als einen großen Humanisten und Mahner erscheinen. 1915 lernte Georg Groß die Brüder Herzfeld kennen. Aus dieser Freundschaft wurden vor dem Hintergrund des Ersten Weltkrieges der Satiriker George Grosz, der Malik-Verleger Wieland Herzfelde und der „Monteur“ John Heartfield geboren. Grosz und Heartfield verband insbesondere die Berliner Dada-Zeit von 1919/1920. Der Vortrag wird die Zusammenarbeit dieser beiden Künstler besonders hervorheben.

Ana Fonell, hier bei einer Veranstaltung 2011 am Heartfield-Haus. 2012 begeisterte sie uns bereist bei dem Programm "Ach knallige Welt, du Lunapark".

Ana Fonell, hier bei einer Veranstaltung 2011 am Heartfield-Haus. 2012 begeisterte sie uns bereits bei dem Programm “Ach knallige Welt, du Lunapark”. Wir freuen uns auf ihr Kommen.

LOTHAR FISCHER wurde 1932 in Freital bei Dresden geboren. Er ist ein deutscher Kunsthistoriker, Schriftsteller, Journalist und Zeichner. 1969 Veröffentlichung einer Monographie über Max Ernst, 1979 über Heinrich Zille, 1981 über Otto Dix sowie drei Publikationen über Anita Berber, zuletzt 2014 im hendrik Bäßler verlag · berlin.

HELEN ADKINS ist freiberufliche Kunsthistorikerin und Kuratorin. Sie ist 1960 in London geboren, in Paris aufgewachsen, seit 40 Jahren in Deutschland und seit 30 Jahren in Berlin. Nach dem Studium in Freiburg im Breisgau, arbeitete sie als Kuratorin bei internationalen Ausstellungen u. a. in Berlin, Montreal und Moskau. 1988 verantwortete sie die Rekonstruktion der Ersten Internationalen Dada-Messe von 1920 (Stationen der Moderne, Berlinische Galerie). 1996–2002 leitete sie ihre eigene kommerzielle Galerie für aktuelle Kunst. 2008 wurde sie über die Dada-Montagen von Erwin Blumenfeld promoviert. Seit zehn Jahren lehrt sie an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig.

ANA FONELL ist die Großnichte des Künstlers George Grosz.  Ihr Spektrum umfasst die Interpretation von literarischen Liedern und Chansons, u. a. auch von frühen Texten und Gedichten von George Grosz. In den letzten Jahren liegt ihr Fokus speziell auf dem argentinischen Tango.

 

 

 

 

 

 

23. Juni 2018, 15 Uhr

„Ede und Unku – die wahre Geschichte“

musikalisch-literarische Buchvorstellung mit Juliane von Wedemeyer und Janko Lauenberger

Links: Cover des 1931 im Malik-Verlag erschienen Buches.  Rechts: Cover des 2018 im Gütersloher Verlagshaus erschienen Buches.

Links: Cover des 1931 im Malik-Verlag erschienen Buches.
Rechts: Cover des 2018 im Gütersloher Verlagshaus erschienen Buches.

Ede und Unku sind zwei Kinder, die die Hauptrollen in einem Jugendroman aus den 30er-Jahren spielen. Mehr als fünf Millionen Menschen haben sich mit der Erzählung über die Freundschaft zwischen dem Arbeiterjungen Ede und dem Sintimädchen Unku auseinandergesetzt: Viele Jahrzehnte gehörte das Buch in der ehemaligen DDR zur Schullektüre. Doch kaum jemand weiß, was aus Unku, dem kleinen »Zigeunermädchen«, geworden ist oder kennt ihre wahre Geschichte.

Janko Lauenberger, bekannt als Musiker in der Berliner Jazz-Szene, ist der Urgroßcousin Unkus. Ihm ist es eine Herzensangelegenheit, gemeinsam mit der Journalistin Juliane von Wedemeyer, die Spuren seiner großen Sinti-Familie zu erforschen, die in der Zeit von 1918 bis 1945 Schreckliches durchleben musste.  Im Spiegel der Erlebnisse seiner Vorfahrin reflektiert Lauenberger seine eigene Kindheit als Sinto in der DDR und zeichnet ein außergewöhnliches Familienportrait, das den rund 150.000 Sinti und Roma in Deutschland – dem scheinbar vergessenen Volk Europas –  ein Gesicht gibt.

Die Erstausgabe 1931 erschien im MALIK-VERLAG. Der Schutzumschlag wurde dort von John Heartfield gestaltet.

JANKO LAUENBERGER

JANKO LAUENBERGER

JANKO LAUENBERGER, geboren 1976, arbeitet als Jazz-Musiker in Berlin. Ausgebildet hat ihn sein Vater, Gründer der DDR-Kultband »Sinti Swing Berlin«. Seit seinem 16. Lebensjahr spielt Lauenberger in der Band mit, widmet sich aber auch eigenen musikalischen Projekten.

JULIANE VON WEDEMEYER

JULIANE VON WEDEMEYER

 

 

 

JULIANE VON WEDEMEYER, geboren 1975, ist freie Autorin und arbeitet heute vor allem für die SZ. Ihre ersten Reportagen und Porträts schrieb sie für den Berliner Tagesspiegel. In der Nähe Berlins ist sie auch aufgewachsen.

 

 

 

 

 

 

25. August 2018, 15 Uhr

„Weggefährte John Heartfields – Stefan Heym“

Buchcover, Erstausgabe 1988, In diesem Buch hat sich Stefan Heym auch an seine Begegnungen mit John Heartfield erinnert.

Buchcover.  In diesem Buch hat sich Stefan Heym an Begegnungen mit John Heartfield erinnert.

Stefan Heym, der weltbekannte Schriftsteller, war ein enger Weggefährte von John Heartfield. Als international renommierter Autor setzte er sich nach dem Krieg sehr für John Heartfield ein, nachdem dieser aus dem englischen Exil in die DDR gekommen war. Als jüdische Flüchtlinge und aktive Gegner der Nationalsozialisten verbrachten sie eine gemeinsame Zeit in Prag, bevor Heym in die USA ging, während es Heartfield nach London verschlug. Heym half als Offizier der amerikanischen Armee bei der Befreiung Deutschlands und Heartfield kämpfte von England aus gegen den Faschismus. Nach dem Krieg setzten sie sich für ein besseres Deutschland ein, jeder auf seine Weise und mit den Mitteln seiner Kunst; Heym als Schriftsteller, Heartfield als Fotomonteur.

Ruth Hohmann begleitet von Lukas Natschinski, Foto©Felix Natschinski

Ruth Hohmann begleitet von Lukas Natschinski,
Foto©Felix Natschinski

Stefan Heym liebte Jazz-Musik, die er in seiner Zeit in den USA und als amerikanischer Soldat gut kennen gelernt hatte. Die Entwicklung der Jazzmusik in der DDR ist ohne Ruth Hohmann nicht denkbar. Es ist deshalb besonders ergreifend, dass die Grand Dame des DDR Jazz sich bereit erklärt hat, auf einer Veranstaltung, die John Heartfield und Stefan Heym ehrt, zu singen. Sie wird dabei von dem Musiker Lukas Natschinski begleitet.

Die Schauspielerin  Gabriele Gysi, Foto©Gabriele Gysi

Die Schauspielerin Gabriele Gysi, Foto©privat

Gabriele Gysi, die Schauspielerin und Dramaturgin, wird die Texte Heyms vortragen. Sie kannte den Schriftsteller,, dem sie sich, auch durch ihre Familiengeschichte vermittelt, künstlerisch und politisch verbunden fühlt.

Konzept und Moderation: Eva Maleck-Lewy

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Veranstaltungen werden unterstützt durch die Stiftung der Sparkasse Märkisch-Oderland und durch die Bundestagsfraktion der Linken.

Foerderung

 

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