Veranstaltungen 2017

Sa. 13.5.2017, 15 Uhr

Das Foto ist während der Dreharbeiten 2007 vor der Kunsthalle in Tübingen entstanden. Foto ©Prof. Eberhard Görner

Das Foto ist während der Dreharbeiten 2007 vor der Kunsthalle in Tübingen entstanden.
Foto © Eberhard Görner

Klaus Staeck – Der Präsident, der Künstler, der Provokateur
Einführung, Film(30min), Gespräch und Musik

Die Grenzgänger (Zachcial & Kroll)

Die Grenzgänger (Zachcial & Kroll)

Im Auftrag des MDR drehte Eberhard Görner 2007 in Heidelberg, Chemnitz, Bitterfeld und Berlin das Klaus Staeck-Porträt. Mit Klaus Staeck verbindet ihn eine langjährige Freundschaft, die bis in DDR-Zeiten zurück reicht. Er hat seinen künstlerischen wie politischen Mut bewundert, wie er mit hoher Plakat-Kunst gnadenlos den ihn umgebenden “real existierenden Kapitalismus” in seiner Profit-, Rüstungs- und globalen Machtgier kenntlich machte. Dass seine Themen, wie Zerstörung der Umwelt, zu DDR-Zeiten von den Besuchern seiner Ausstellungen gleichzeitig auch als Kritik am “real existierenden Sozialismus” durchaus verstanden wurden, machte und macht die Kunst von Klaus Staeck zu einer visionären Warnung vor gesellschaftlicher und politischer Dummheit. John Heartfield und Klaus Staeck sind Brüder im Geiste ihrer Kunst.
Einführung und Gespräch: Eberhard Görner, Klaus Staeck

Die Grenzgänger, Gitarrist und Sänger Michael Zachcial und Akkordeonist Felix Kroll spielen Lieder aus ihrem Georg Herwegh-Projekt: „Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will“.

 

Sa. 15.7.2017, 15 Uhr

Werbeplakat für „Deutschland, Deutschland über alles“ Berlin, 1929. AdK, Berlin, Kunstsammlung, Inv.-Nr. JH 3123, © The Heartfield Community of Heirs/VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Werbeplakat für „Deutschland, Deutschland über alles“ Berlin, 1929. AdK, Berlin, Kunstsammlung, Inv.-Nr. JH 3123, © The Heartfield Community of Heirs/VG Bild-Kunst, Bonn 2017

John Heartfield und Weggefährten:
Kurt Tucholsky

Musikalische Lesung,
konzipiert und moderiert von Eva Maleck-Lewy, mit Schauspielerin Walfriede Schmitt und den Musikern Karsten Troyke und Daniel Weltlinger

Die Schauspielerin Walfriede Schmitt hat u.a. in mehreren Fernsehserien und -filmen mitgespielt und ist mit musikalisch-literarischen Programmen unterwegs.

Die Schauspielerin Walfriede Schmitt hat u.a. in mehreren Fernsehserien und -filmen mitgespielt und ist mit musikalisch-literarischen Programmen unterwegs.

Der Mann kannte sein Land. In Berlin geboren und aufgewachsen wurde Tucholsky zur berühmtesten Stimme der Zwanziger Jahre. Mal spöttisch, mal sentimental, mal bissig beschreibt er die Weimarer Politik und den Berliner Alltag.

1929 erscheint das gegen Militarismus, Revanchismus und Antisemitismus gerichtete Buch „Deutschland, Deutschland, über alles.“ Angekündigt als „ein Bilderbuch von Kurt Tucholsky und vielen Fotografen, montiert von John Heartfield“ wird dieses Buch das einzige große gemeinsame Projekt der Weggefährten.

Stimmgewaltig und präzise interpretiert Walfriede Schmitt die erstaunlich aktuellen Texte Tucholskys.

Karsten Troyke und Daniel Weltlinger, bekannt durch ihre kongenialen Interpretationen jüdischen Liedgutes, inszenieren auf witzige und dann auch wieder ernste Weise die vielfach vertonten Texte des Meisters.

Karsten Troyke und der australische Geiger Daniel Weltlinger begeisterten bereits 2015 die Gäste am John-Heartfield-Haus. Foto © Bernhard Maleck

Karsten Troyke und der australische Geiger Daniel Weltlinger begeisterten bereits 2015 die Gäste am John-Heartfield-Haus. Foto © Bernhard Maleck

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sa. 2.9.2017, 15 Uhr

Plakat der Ausstellung „FILM UND FOTO“. Stuttgart, 1929. AdK, Berlin, John-Heartfield-Archiv, Nr. 6190350101

Plakat der Ausstellung „FILM UND FOTO“. Stuttgart, 1929. Akademie der Künste, Berlin, John-Heartfield-Archiv, Nr. 6190350101

100 Jahre Malik-Verlag
Vortrag, Lesung, Ausstellung und Musik

Blick in den Heartfield-Raum der Aus- stellung „FILM UND FOTO”. Stuttgart,  1929. AdK, Berlin, John-Heartfield- Archiv, Nr. 61903501013.

Blick in den Heartfield-Raum der Ausstellung „FILM UND FOTO”. Stuttgart, 1929. Akademie der Künste, Berlin, John-Heartfield- Archiv, Nr. 61903501013

Er war der führende Verlag der Weimarer Republik für progressive Literatur, ein Sprachrohr der linken Künstlerszene. Seine ganz andere, neue Form der Buchgestaltung erregte Aufsehen und fand viele Nachahmer. Am 1. März 2017 wäre der Malik-Verlag 100 Jahre alt geworden. Das Akademiearchiv und Studierende der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch präsentieren Texte aus dem frühen Verlagsprogramm, begleitet  von Maria Thomaschke  und Susanne Stock. Eine Vitrinenausstellung präsentiert Bücher und Archivalien aus den Beständen der Akademie. Sie verknüpft die Verlagsgeschichte mit der Ausstellung „FILM UND FOTO“.

Begrüßung:
Michael Krejsa, Leiter des Archivs Bildende Kunst der Akademie der Künste
Vortrag:
Susanne Thier, Leiterin der Bibliothek der Akademie der Künste

John Heartfield, Bucheinband zu Wladimir Majakowsky: 150 Millionen, Akademie der Künste, Berlin, Kunstsammlung Inv.-Nr. JH 2559. © The Heartfield Community of Heirs/VG Bild-Kunst, Bonn

John Heartfield, Bucheinband zu Wladimir Majakowsky: „150 Millionen“, Akademie der Künste, Berlin, Kunstsammlung, Inv.-Nr. JH 2559, © The Heartfield Community of Heirs/VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Musik:
Maria Thomaschke (Gesang) und Susanne Stock (Akkordeon) präsentieren Chansons und Songs aus den 20/30 er Jahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir bedanken uns für die Unterstützung bei der Vorbereitung der Veranstaltungen bei dem Komponisten Helmut Oehring für die Empfehlungen für die musikalischen Beiträge, bei Eva Maleck-Lewy für die Organisation der Veranstaltung “Kurt Tucholsky” und bei der Akademie der Künste, Archiv Bildende Kunst für die Organisation der Veranstaltung “100 Jahre Malik-Verlag”.

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