John Heartfield

Biographie 1917 - 1932

Wirken in Deutschland

1917 gründet gemeinsam mit seinem Bruder Wieland Herzfelde und in Zusammenarbeit mit George Grosz den Malik-Verlag; typografische Gestaltung der Wochenausgabe der "Neuen Jugend".
1917 / 1918 Filmausstatter in Berlin bei den Brüdern Grünbaum und Regisseur bei der Militärischen Bildstelle der späteren UFA (Trickfilmabteilung). Heirat mit Helene Balzer.
1918 Mitglied des Berliner "Club Dada". Geburt des Sohnes Tom. Am 30. Dezember tritt er gemeinsam mit seinem Bruder Wieland, George Grosz und Erwin Piscator in die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) ein.
1919 Entlassung bei der UFA wegen seines Aufrufs zum Streik aus Anlass der Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg. Mitherausgeber der später verbotenen satirischen Zeitschrift "Jedermann sein eigner Fußball". Zusammen mit Wieland Herzfelde und George Grosz Gründung der politisch satirischen Zeitschrift "Die Pleite".
1920 Bühnenbilder für Erwin Piscators "Proletarisches Theater" in Berlin. Geburt der Tochter Eva. Bekanntschaft mit Otto Dix u. a. Teilnahme an der "I. Internationalen Dada-Messe" in Berlin.
1921 / 1922 Buchumschläge, Typografie und Buchgestaltung u.a. für den "Malik Verlag", den "Verlag für Literatur und Politik", den "Neuen Deutschen Verlag". Ausstattungsleiter der Reinhardt-Bühne in Berlin. Heartfield arbeitet vor allem für die KPD, insbesondere als Redakteur und Gestalter der satirischen Zeitschrift "Der Knüppel" (1923-1927) und für das KPD-Zentralorgan "Die Rote Fahne".
1924 - 1927 erste Begegnung mit Bertolt Brecht. Anlässlich des 10. Jahrestages des Beginns des Ersten Weltkrieges stellt er im Schaufenster der Malik-Buchhandlung in Berlin seine erste zeitgeschichtliche Fotomontage "Nach zehn Jahren - Väter und Söhne" aus. Mit George Grosz, Rudolf Schlichter und Erwin Piscator Gründung der "Roten Gruppe" in Berlin. Verschiedene Arbeiten für die Propaganda-Abteilung des Zentralkomitees der KPD. 1927 Ausstatter der Piscator-Bühne (Theater am Nollendorfplatz). Zweite Ehe mit Barbara Friedmann. Fotomontagen zur Zeitgeschichte für die Arbeiter-Illustrierte-Zeitung (AIZ bis 1935, ab 1936 Volks-Illustrierte; [1927-1933 Berlin, 1933-1938 Prag].
1929 Fotos und Fotomontagen zu "Deutschland, Deutschland über alles" von Kurt Tucholsky.
1931 / 1932 UdSSR-Reise: Vorträge und Unterricht, Reise nach Baku, Batumi, Odessa im Auftrag der Zeitschrift "USSR in construction". Ausstellung von etwa 300 eigenen Arbeiten in Moskau. Freundschaft mit Sergei Tretjakow, Bekanntschaft mit Alexander Rodtschenko. Rückkehr nach Berlin.


vgl. hierzu auch: Petra Albrecht und Michael Krejsa In: "John Heartfield", hrsg. von Peter Pachnicke und Klaus Honnef, New York 1992.


1891 - 1916  Kindheit, Jugend, Ausbildung, Militärdienst
1917 - 1932  Wirken in Deutschland
1933 - 1949  Exil in Prag und London
1950 - 1968  Leipzig, Berlin und Waldsieversdorf


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 Freundeskreis John Heartfield Waldsieversdorf e.V.